Sich einen Bart wachsen zu lassen ist wahrscheinlich eine der weniger schwierigen Aufgaben im Leben eines erwachsenen Mannes. Sich aber als Träger eines konsequent gepflegten und langfristig gesunden Bartes zu beweisen, stellt ein weitaus komplizierteres Vorhaben dar. Hierbei gibt es eine einfache Lösung, welche Erfolg bei Zähmung und Pflege des Bartes verspricht: Bartöl.

Aber was sind Bartöle eigentlich und was macht ein gutes Bartöl aus?

Grundsätzlich ist Bartöl eine Mischung aus Trägerölen, wie Argan-, Kokos- oder Traubenkernöl und bestimmten ätherischen Ölen, wie beispielsweise Rosmarin, Lavendel oder Hanf. Diese werden oftmals mit natürlichen Duftstoffen kombiniert. Solche natürlichen Inhaltsstoffe haben den Vorteil, dass sie spezifische Probleme wie Juckreiz oder sehr trockene Haut mindern, indem sie tief in die Hautstruktur eindringen und somit auch natürlicher Schuppenbildung entgegenwirken.

Gutes Bartöl verleiht dem Haar Glanz und Geschmeidigkeit. Zudem sorgt die Verwendung von Bartöl für ein angenehmes Hautgefühl und wirkt gegen Juckreiz, Spannung oder Trockenheit. Vor allem in kaltem oder trockenen Klima sowie Gegenden mit hartem Wassergrad, bedarf es zusätzlicher Pflege. Nicht nur die Haut leidet, sondern auch die Gesichtsbehaarung wird schneller spröde, brüchig und stumpf, was ungepflegt aussehen kann.

Wie sollte man Bartöl am besten anwenden?

Bartöl ist am effektivsten, wenn es ins handtuchtrockene Haar einmassiert wird – im besten Fall nach dem Duschen oder Waschen mit warmem Wasser. Die Poren der Haut sind dann weit geöffnet und können die im Bartöl enthaltenen pflegenden Inhaltsstoffe bestens aufnehmen. Eine kurze Massage sorgt nicht nur für ein gleichmäßiges Verteilen des Bartöls; auch die Durchblutung der Haut wird angeregt. Klima, Witterung und individueller Hauttyp beeinflussen die notwendige Häufigkeit der Anwendung: Je trockener Haut und Klima, desto eher empfiehlt sich regelmäßige Nutzung.

Spliss- und Barttrockenheit – was kann dagegen unternommen werden?

Die Verwendung von Bartöl hilft nicht nur dabei, die Gesichtshaut zu pflegen, sondern versorgt darüber hinaus auch die Barthaare selbst mit Feuchtigkeit. Das Resultat regelmäßiger Anwendung ist ein natürlich glänzender, weicher und schuppenfreier Bart. Es gibt aber noch andere Maßnahmen, die zur Splissverringerung und Vorbeugung von Trockenheit beitragen. Zum einen sollte zu häufiges Waschen des Bartes vermieden werden, da dies Austrocken von Haut und Haaren begünstigt. Zum anderen empfiehlt sich hier auf jeden Fall die Verwendung von speziellem Bart Shampoo.

Bei bereits bestehendem Spliss gibt es allerdings leider nur eine wirklich sinnvolle Lösung: Die kaputten Haare müssen abgeschnitten werden, beispielsweise mittels eines Trimmers. Ab einer bestimmten Bartlänge sollte man allerdings eine Schere verwenden, um zu vermeiden, dass der Bart beim Schneiden zusätzlich ausfranzt.

Bartöle haben also eine Menge positiver Eigenschaften und sind für Bartträger -und Liebhaber ein wichtiges Hygiene- und Pflegeprodukt, welches in keinem bärtigen Badezimmer fehlen sollte.