Gott sei dank etabliert sich der Bart immer mehr zu einer gepflegten Alternative gegenüber einer glatten Rasur. Im Business und in kultivierter Gesellschaft ist er absolut salonfähig geworden. Bartjucken ist allerdings ein unangenehmer Nebeneffekt für alle Vollbartträger. Es entsteht vor allem dann, wenn man den Bart über die 3-Tage-Stoppel hinauswachsen lässt. Die Barthaare reiben an der Haut unterhalb des Bartes und es sammeln sich Staub, Schuppen und Schmutzpartikel in der Bartpracht. Gleichzeitig erschweren lange Barthaare die natürliche Feuchtigkeitszufuhr für die Gesichtshaut unterhalb des Bartes. Permanentes Kratzen sieht dann nicht nur besonders unästhetisch aus, sondern es beschleunigt genau diesen Kreislauf. Viele Bartträger wissen leider viel zu wenig über richtige Bartpflege.

Juckende Haut aufgrund eines Vollbartes sollte allerdings auf keinen Fall ein Grund dafür darstellen, seine Haarpracht abzurasieren. Ein voller Bartwuchs ist schließlich einer der kennzeichnendsten Unterschiede zwischen Mann und Frau. Statt zu Rasieren, bedarf es vielmehr der richtigen Bartpflege. Hier ein paar wichtige Tipps:

1. Bartseife

Der Bart ist leider ein ziemlicher Magnet für alle Arten von Schmutz: Rußpartikel, Öl, abgestorbene Haare, Hautzellen etc. Wichtigster Bestandteil der regelmäßigen Bartpflege ist das Waschen des Bartes. Bartreinigung ist deswegen unumgänglich. Es ist dringend zu empfehlen spezielle Bartseife zu verwenden. Alternativ eignen sich auch besonders geringschäumende und pH-neutrale Shampoos zur Bartwäsche. Auf keinen Fall sollte man zu normalen Shampoos oder Anti-Schuppen-Produkten greifen. Diese mögen zwar bei fettiger Kopfhaut helfen, irritieren allerdings stark die Gesichtshaut indem sie diese viel zu stark austrocknen. Dadurch wird der Juckreiz nur weiter beschleunigt und es können sich Schuppen bilden und Hautirritationen auslösen. Bartwäsche ist der wichtigste Teil der Bartpflege.

2. Bartöl

Bartjucken liegt vor allem an der schwierigen Feuchtigkeitszufuhr für die Gesichtshaut. Wichtig ist deshalb, die Haut mit der Anwendung von hochwertigen Bartöl zu unterstützen. Ein wichtiger Bartpflegetipp ist deshalb, seinen Bart nach dem Duschen nicht zu föhnen, sondern diesen ausschließlich mit dem Handtuch abzutrocknen. Danach sollte ein Bartöl aufgetragen werden. Dieses wird idealerweise mit der Pipette direkt am oberen Ansatz des Bartes auf die Haut geträufelt. Beim Kauf des richtigen Bartöls ist auf die Inhaltsstoffe zu achten. Insbesondere Argan- und Jojobaöl haben hervorragende pflegende Eigenschaften für Barthaare und die Gesichtshaut. Gleichzeitig verleihen Sie dem Bart einen gepflegten Glanz und bringen abtrünnige Haare wieder dahin, wo sie hingehören. Ein Bartöl sollte ab einer Haarlänge von ca. 1,0 cm angewandt werden und ist ein sehr wichtiger Bestandteil der täglichen Bartpflege.

3. Regelmäßiges Bürsten für die Bartpflege

Regelmäßiges Bürsten des Bartes ist ebenfalls sehr wichtig für die richtige Bartpflege. Das Bürsten gibt dem Bart nicht nur Form und Struktur, sondern es beeinflusst die Haare zudem dahingehend, in die selbe Richtung zu wachsen. Das lindert zum einen die Irritation der Gesichtshaut und verringert zum anderen das Risiko von eingewachsenen Haaren. Den Bart bürstet man am besten mit einem handelsüblichen Kamm oder bei besonders dichtem Bartwuchs mit einer Bürste aus Wildschweinborsten oder entsprechenden veganen Imitaten.

Essentiell ist also letztlich, dass Bartträger ab einer gewissen Haarlänge unbedingt auf eine regelmäßige Reinigung und Pflege des Bartes achten sollten. Denn: Ein ästhetischer Bart unterstreicht die gepflegte Männlichkeit seines Trägers.