Bartöl hat viele positive Eigenschaften. Es macht den Bart nicht nur weicher und geschmeidiger, sondern verleiht darüber hinaus auch gesunden Glanz. Zudem hilft die Verwendung von Bartöl – auch vorbeugend – bei Bartjucken. Es gibt inzwischen einige hochwertige Produkte auf dem Markt, denen allen eines gemein ist: Sie setzen sich aus Träger-und ätherischen Ölen zusammen.
Warum also nicht einfach sein Bartöl selber machen?
Der Weg zu Deinem individuellen Bartpflegeprodukt ist weitaus einfacher, als Du denkst.
Wir erklären Dir step-by-step die wichtigsten Schritte zu deinem eigenen Bartöl.

1. Behältnis

Wenn Du dein Bartöl selber machen möchtest, benötigst Du zunächst eine passende Flasche. Diese sollte einen ungefähren Umfang von ca. 30 ml haben. Das ist generell völlig ausreichend, da man bei seinen ersten Versuchen nicht gleich zu viel produzieren sollte. Erfahrungsgemäß probiert man erst einmal unterschiedliche Mischverhältnisse aus. Im Idealfall organisierst Du dir eine dunkle Flache. Denn natürliche Produkte sind gegenüber äußeren Einwirkungen anfälliger und können so besser vor beispielsweise Sonnenlicht geschützt werden. Die Konservierung und Haltbarkeit deines Bartöls ist somit sicherer. Wirklich gut lässt sich das Bartöl selber machen, wenn Du Dir eine Pipette besorgst. Mit dieser kannst Du die Öle exakt dosieren – und auch später bei der Anwendung ist sie sicherlich hilfreich.

2. Trägeröle

Trägeröle haben ihrem Namen nach die Eigenschaft, die ätherischen Öle zu tragen. Diese sind unverdünnt für die bloße Haut zu schädlich. Ätherische Öle können, ohne Träger, zu Hautreizungen- und Ätzungen führen, deswegen ist es unbedingt wichtig, das richtige Mischverhältnis einzuhalten. Auf 30ml Trägeröl kommen zwischen 10 und 15 Tropfen von ätherischen Ölen. Wichtig ist, wenn man sein Bartöl selber machen möchte, auf die Haltbarkeit der Trägeröle zu achten. Meist verfallen diese schon nach einigen Monaten.

3. Ätherische Öle

Ätherische Öle werden in den Öldrüsen von Pflanzen gebildet, welche sich in Blüten, Blättern, Samen, Fruchtschalen, Wurzeln, Harzen, Rinden oder Holz befinden. Aus den Pflanzenteilen werden ätherische Öle durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Sie sind hoch konzentriert und haben einen intensiven Geruch. Du solltest hier sehr vorsichtig sein, wenn Du dein Bartöl selber machen möchtest. Wie bereits gesagt, zwischen 10 und 15 Tropfen auf 30 ml Trägeröl sind völlig ausreichend. Die Zusammensetzung bleibt Dir überlassen. Hier wirst Du wahrscheinlich ein bisschen probieren müssen, bis Du deine Mischung gefunden hast. Häufig verwendete ätherische Öle sind: Orangen-, Rosmarin-, Eukalyptus-, Lavendel- oder Pfefferminzöl.

4. Shake it!

Sobald Du deine Mischung aus Träger-und ätherischen Ölen abgefüllt hast, solltest Du diese nun mindestens 30 Sekunden ordentlich schütteln. Es empfiehlt sich, das Bartöl erst einmal 1-2 Tage ruhen zu lassen, damit sich die Öle miteinander verbinden können.

5. Use it! Bartöl selber machen und anwenden.

Wieviel Du von deinem Bartöl nun anwenden solltest, hängt von der Länge und Fülle deines Bartes ab. Bei einem Drei-Tage-Bart werden wahrscheinlich 2-3 Tropfen ausreichen. Bei kürzeren bis mittleren Vollbärten wirst Du eher 4-5 Tropfen brauchen. Du solltest dein Öl erst gleichmäßig in den Händen und dann von unten nach oben in den Barthaaren verteilen. Mit den Fingerspitzen kannst Du es dann in die Gesichtshaut einmassieren. Am besten nach dem Waschen mit warmem Wasser, denn dann sind die Poren der Haut weit geöffnet und das Öl kann seine Wirksamkeit bestens entfalten.