Lerne deinen Bart in 4 Schritten richtig zu rasieren!

I. Welcher Rasur-Typ du bist entscheidet deine Haut

Du möchtest gerne drei Männer erschießen, während du dich mit einem scharfen Rasiermesser wie Clint Eastwood in “Ein Fremder ohne Namen” rasierst, nur weil die dich gerade bei deiner Rasur stören? Nicer Gedankengang, verstehen wir, aber deine empfindliche Haut macht das vielleicht nicht mit. Warum? Es gibt unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Hauttypen. Deshalb wurden auch verschiedene Rasierapparate erfunden, damit du, während du deinen Bart wachsen lässt, trotzdem deine Konturen rasieren oder deinen Bartstyle ändern kannst. Sollte deine Haut jedes mal nach der Rasur extrem empfindlich sein, wäre die Trockenrasur mit einem Elektrorasierer vielleicht die bessere Wahl. Dann musst du dir leider ein anderes cooles Westernszenario überlegen, das deine Männlichkeit unterstreicht.

Spaß beiseite, du solltest dir wirklich bewusst sein, was für einen Hauttyp du hast, um Schmerzen, Entzündungen und Hautirritationen vorzubeugen.

Trockene Haut

Generell wäre es besser zum Elektrorasierer zu greifen, da dieser hautschonend ist. Falls du es mal nass probieren möchtest, lass’ den Rasierschaum, die Rasierseife oder das Rasiergel vorher lang genug einwirken, das beruhigt die Haut. Sei dir sicher, dass deine Klingen scharf genug sind , nach dem 10 Mal solltest du dich nicht mehr wundern, und rasiere auf jeden Fall immer mit der Wuchsrichtung deines Haares. Das vermeidet schmerzvollen Rasurbrand und unansehnliche Pickel. Benutze nach der Rasur auf jeden Fall ein Aftershave. Klar, es fühlt sich im ersten Moment nicht so an, aber es beruhigt deine Haut und schließt die Poren. Bei Naturprodukten eignet sich am besten Aloe Vera, da es eine sehr kühlende Wirkung auf die Haut hat. Möchtest du doch auf der sicheren Seite sein und einen Trockenrasierer nutzen, sei dir bewusst, dass auch hier Pre Shave-Produkte notwendig sind. Auch wenn du zu dem faulen Typ Mann tendierst, die Produkte helfen deinen Barthaaren sich aufzustellen, wodurch eine glattere Rasur erfolgt.

Normale Haut

Du kannst eigentlich machen was du willst, sei trotzdem lieb zu deiner Haut.

II. Die Handwerkzeuge des gepflegten Mannes

Sind wir mal ehrlich, ein Halter für Rasiermesser und Rasierpinsel bringt nicht nur einen 50er Jahre Flair in dein trostloses Badezimmer, sondern kommt wahrscheinlich auch echt gut bei den Ladies an. Das heißt aber nicht unbedingt, dass du damit umgehen kannst. Übung macht auch hier den Meister, sonst hast du dein Geld schlichtweg aus dem Fenster geworfen, auch wenn du dich durch dein neues Interieur männlicher fühlst. Leider ist es nun mal auch so, dass unser heutiges Zeitalter extrem schnelllebig ist und wir morgens nicht länger als 15 Minuten im Badezimmer haben. Und das ist schon optimistisch berechnet. Das heißt, Rasiermesser in Kombination mit Zeitmangel und verschlafenen Augen: Autsch. Zum Glück gibt es genug Alternativen, die wir dir einmal aufführen, damit du den optimalen Überblick hast, dich richtig zu rasieren und böse Narben zu vermeiden.

Das Rasiermesser – der männliche Klassiker

Ein Mannesmann rasiert mit Rasiermesser. Da gibt es keine Kompromisse. Hier gilt: Qualität hat ihren Preis. Denn ein Rasiermesser kommt einher mit Seife und Pinsel. Mach’ da bitte keine Abstriche, da tust du niemandem einen Gefallt mit. Alternativ können aber auch Rasiercreme oder Rasiergel verwendet werden, Hautpsache es schäumt.

Vor jeder Rasur muss sichergegangen werden, dass die Klinge des Rasiermessers geschärft ist. Mit einem Lederriemen gelingt das Schärfen am besten. Dieser kommt immer dann zum Einsatz, wenn das Messer an den Barthaaren eher rupft als alles andere. Unschön. Wer beim Wort Lederriemen schon abschreckt und das Rasiermesser schon wieder verabschiedet: Es gibt genug Abhilfen wie beispielsweise Barbiere, die dir zeigen wie es geht oder wo du dein Messer gelegentlich mal hinbringen kannst. Der Aufwand lohnt sich, Rasiermesser bringen einfach ein schöneres Ergebnis. Das Rasiermesser sollte in einem Winkel von 30° bis 40° angesetzt werden. Zu Beginn empfiehlt es sich mit dem Strich zu rasieren. Für kleine Verbesserung kann danach punktuell (!) gegen den Strich rasiert werden. Unerschrockene Männer legen direkt voll los, für die Vorsichtigen eignen sich glatte Flächen, wie die Wange, um ihr Talent am Messer auszutesten.

Der Trockenrasierer – der moderne Sportliche

Seit der Elektrorasierer in den 30er Jahren erfunden wurde, rasieren 60% der Männer trocken. Warum? Einfach, unkompliziert, schonend. Wer morgens extrem geräuschempfindlich ist, okay, der sollte zu einem Nassrasierer greifen, aber der Trockenrasierer ist für das Ritual in früher Morgenstund’ definitiv der Sieger. Er ist zwar nicht so gründlich wie der Nassrasierer, aber definitiv sanfter zu deiner Haut, falls du sowieso schon empfindliche Haut hast. Und: Willst du sowieso in Richtung Drei-Tage-Bart, ist dies hier entschiedene Sache. Falls du nur zum Trockenrasierer greifst, weil du schlicht und weg faul bist, lass’ dir eines gesagt sein: Dein Gesicht waschen solltest du trotzdem.

Der Nassrasierer – der neue Klassiker

Vorteil? Richtig schön gründlich und mancher kann sogar auf die tägliche Rasur verzichten, da sie sehr gründlich ist. Zudem bist du auf die heutige Elektrizität nicht angewiesen und du kannst dich in deiner Holzhütte irgendwo in ‘nem Wald rasieren. Nice.

Nachteil? Verletzungsgefahr. Und falls man sich bei der eigentlichen Rasur nicht verletzt, kann die Haut trotzdem sehr gereizt werden. Zusätzliche Pre- und Afterpflegeprodukte sind außerdem notwendig. Sie machen die Haare vor der Rasur und Haarentfernung weicher und danach beruhigen sie deine Haut. Weiterer Nachteil: Die Ersatzklingen können je nach Qualität und Hersteller extrem teuer werden.

III. Die perfekte und richtige Rasur in 4 Schritten – take your time!

Auf die Schnelle gelingt eine Rasur fast nie. Klar muss es mal schnell gehen, haben wir auch Verständnis für, aber dann lass’ lieber die eine Kippe mehr am Morgen weg, oder rauch’ Mad Men like währenddessen, und konzentrier’ dich auf deinen liebsten Gefährten. Denn Haut sowie Rasierwerkzeuge müssen auf die Rasur vorbereitet werden und das braucht Zeit.

1. Einweichen!

Da jede Rasur Stress für die Haut bedeutet, solltest du dir Zeit nehmen, um sie auf das Bevorstehende vorzubereiten. Mit einem warmen, feuchten Handtuch wird deine Haut zarter, die Poren öffnen sich und deine Barthaare, selbst kurze Stoppeln, werden wesentlich weicher. Gleichzeitig beugst du Hautirritationen und dem ungeliebten Rasurbrand vor. Auch das Risiko eingewachsener Haare nach der Rasur, lässt sich durch diese hautschonende Rasurvorbereitung minimieren. Leg’ das Handtuch einfach ein paar Minuten auf dein Gesicht.  Dient auch nochmal wunderbar als kleiner Powernap am Morgen.

2. Einschäumen!

Bei der Trockenrasur? Nein, natürlich nur, wenn du dich nass rasieren möchtest. Und eine perfekte Nassrasur bedeutet nicht, dass du dich einfach nur mit kaltem oder warmen Wasser rasieren solltest, die Rasierklinge soll schließlich sanft über dein Gesicht gleiten. Ganz egal, ob du dich für Rasierschaum, Rasiercreme, Rasiergel oder Rasierseife entscheidest, mit einem Rasierpinsel gelingt das Aufschäumen am besten. Achte darauf, dass du deinen Bart nicht nur oberflächlich einschäumst, sondern, dass du den Schaum in kreisenden Bewegungen so einmassierst, dass er auch bis zu deiner Haut gelangt. Damit hast du direkt schon einen Teil deiner richtigen Technik erledigt. Leidest du jedoch an unreiner Haut, die zu Pickeln neigt oder häufig spannt, solltest du zur Reinigung und Pflege dafür geeignete Hautpflegeprodukte benutzen.

3. Gleiten lassen!

Du hast am Anfang des Textes bestimmt schon alles über die unterschiedlichen Rasierwerkzeuge gelesen. Für welches auch immer du dich nun entscheidest, die Klinge muss immer scharf sein. Denn ohne scharfe Klinge keine saubere Haarentfernung. Und denk’ dran: Immer schön in Wuchsrichtung rasieren. Wir empfehlen dir, die Rasierklinge nur dann entgegen der Haarwuchsrichtung anzusetzen, wenn dir an einigen Stellen das Rasierergebnis noch nicht sauber genug ist.

Alternativ zu Systemrasierern, aber auch nur wenn du zu den schmerzunempfindlichsten Männern dieser Welt gehörst, könntest du deinen Bart sogar waxen lassen. Diese etwas andere Enthaarung macht immer dann Sinn, wenn du deine Haare nicht so häufig entfernen möchtest oder wenn du ein dunkler Haartyp mit einem starken Bartwuchs bist und dich an den dunklen Schatten störst, die auch nach dem Rasieren noch bleiben. Ist es jedoch nicht so nötig, versuch’ es bitte zu vermeiden, auch wenn du eine Wette verloren hast. Im Bad liegt noch die Enthaarungscreme deiner Freundin? No way! Die Gesichtshaut ist dafür viel zu empfindlich. Du willst gar kein glattes Kinn, denn dein Bartwuchs ist dir heilig? Dann investiere in einen Barttrimmer und stutze deinen Bart immer auf deine gewünschte Länge.

4. Lieb sein!

Balsam für Haut & Seele: Deine rasierte und oft gerötete Haut freut sich immer über eine reichhaltige Pflege nach der Bartrasur. Diese sollte zum Standardprogramm deiner Körperpflege werden, denn deine Haut will beruhigt werden. Du solltest ausprobieren, ob du der Typ für klassische Rasierwasser und Aftershaves bist, wie sie früher schon dein Vater nutzte, oder ob du eher zu sanfteren Lotionen tendierst. What ever, die Hautpflege nach der Rasur darf nicht vernachlässigt werden.

Falls du jetzt nicht komplett glatt rasiert bist, ist dein Bart nun bereit für’s Styling.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Hast du vor deinen Bart zu rasieren, nur um deinen Bartwuchs zu beschleunigen? Nope, Fehlentscheidung. Lies unter Bartwuchs beschleunigen, was du alles tun kannst, um deine Testosteronproduktion anzuregen.