Der Erfolg zur wahren Männlichkeit:
Der Vollbart Trend

I. Bin ich ein Vollbart-Typ?

Wir glauben, es sollte keine Frage des Trends sein, einen Vollbart zu tragen. Ein Vollbart ist eine Lebensentscheidung und keine flüchtige Modeerscheinung. Jeder Mann, der einen Full Beard tragen möchte, sollte auch die Möglichkeit dazu haben. Klar, genetische Voraussetzungen sollten gegeben sein, aber auch kleinere Mängel können mit dem richtigen Know how schnell beseitigt, oder zumindestens verdeckt, werden. Lies dir die unteren sechs Punkte einmal durch, geh’ kurz in dich und überlege dir, ob du dessen bereit bist.

Grundvoraussetzungen um Vollbartträger zu werden:

  1. Ausdauer. Du wirst nicht nach einer Woche einen perfekt gestylten Hipster-Vollbart haben.
  2. Kratz-Resistenz. Ein böses Übel das mit einem wachsenden Bart einher geht ist, dass er juckt. Vorallem der Anfang ist schwer. Wie immer.
  3. Selbstbewusstsein. Dein Spiegelbild wird dir nicht immer gefallen.
  4. Dickes Fell. Du wirst genug Shit Storm abbekommen, oder als Chewbacca oder Leonardo DiCaprio nach seinem Bärenangriff beschimpft werden. Nichts gegen Chewbacca.
  5. Investition in gute Pflege. Wasser reicht nicht. Auch nicht destilliertes.
  6. Zustimmung deiner Freundin. Sie wird jammern, dass du zu sehr kratzt. Egal in welcher Situation.

Schlussendlich zählt der Wille. Klar, Lücken, die deinen Bart löchrig erscheinen lassen sind nicht unbedingt das Ergebnis, das man erreichen möchte. Aber auch hierfür gibt es Hilfmittel- und schlussendlich ist nur die Überbrückungszeit die große Herausforderung. Denn sobald dein Bartwuchs lang genug ist, kannst du ihn einfach so stylen, dass deine “Makel” nicht mehr zu sehen sind. Wusstest du nicht? Hast du dich schon fast mit dem Gedanken abgetan, dein Aussehen mal gewaltig zu pushen? Dafür ist dieser Ratgeber da. Wir helfen dir Schritt für Schritt deinen idealen Vollbart zu kommen, Genethik hin oder her.

II. Wie lange dauert es sich einen Vollbart wachsen zu lassen?

1. Entscheidungsphase

Viele unterschätzen diese Phase, aber du musst dir bewusst sein: Sich einen Vollbart wachsen zu lassen heißt nicht nur den Rasierer beiseite zu legen und abzuwarten bis man wie ein Darsteller aus Game of Thrones aussieht, sondern es gehören herablassende Kommentare, weiblicher Widerstand und unästhetisches Bartkratzen dazu, bis man sein Ziel erreicht hat. Hast du dich mit voller Willenskraft und mit tiefem Blick in den Spiegel dazu entschieden, den qualvollen Weg des Juckens auf dich zu nehmen, heißt es: Aufhören mit dem Rasieren! Vier Wochen solltest du deinem Bart mindestens Zeit geben, um Ausdruck deiner Männlichkeit zu werden. Auch wenn es dir schwer fällt, lass’ ihn einfach in Ruhe.

2. Der zweite Schritt in die richtige Richtung

Sofern du den 3-Tage-Bart überwunden hast und langsam in die 10 Tage Phase kommst, hol’ dir ein mildes Shampoo, dass dir hilft, die erste Zeit des Juckens zu überwinden. Bestenfalls nutzt du ein spezielles Bartshampoo, da dies andere Inhaltsstoffe als herkömmliche Haarshampoos hat. Glaub’ uns, das ist keine Geldmacherei. Das Haar braucht Inhaltsstoffe, die verhindern dass das Haar fettig wird. Der Bart braucht genau das Gegenteil, extra viel Pflege, damit die Barthaare nicht brüchig werden. Um nicht zu verschwenderisch mit dem oft teuren Beard Wash zu sein, kannst du deinen Bart an manchen Tagen auch nur mit Wasser auswaschen. Weniger ist oft mehr.
Nach dem Waschen ist es ganz wichtig, den Bart niemals trocken zu rubbeln! Dies führt zu unnötigen Knoten und kann sogar zu zusätzlichem Haarbruch führen. Lieber nur abtupfen und danach trocknen lassen.
Wenn dir im Winter mal zu kalt ist, kannst du dich auch trocken föhnen. Solltest du jedoch zu trockener Haut neigen, lass’ es lieber sein. Dein Bart juckt schon stark genug, da braucht nicht auch noch deine Haut strapaziert werden.

3. Oft reicht das Essentielle

Es hilft meist schon, deinen Bart nach dem Duschen mit einem Kamm in die richtige Richtung zu kämmen. Wenn er dann richtig liegt, brauchst du keine zusätzlichen Produkte, die deinen Bart beim Styling bändigen müssen. Wichtig ist, den Bart mit dem Strich nach unten zu kämmen und dabei nicht zu stark aufzudrücken, da dies zu Hautirritationen führt.

4. Die Wartezeit mit Öl versüßen

Mit einem guten Bartöl werden die Barthaare weicher, geschmeidiger und sind weniger widerspenstig. Bei der Handhabung lautet die Devise: Jeder muss die perfekte Menge für seinen Bart finden. Am besten tastet man sich langsam heran. Jeder möchte schließlich einen glänzenden, jedoch niemand einen fettigen Bart.

Für Vollbärte sind ungefähr 3-5 Tropfen zu empfehlen. Über die Pipette einfach die gewünschte Menge in die Handflächen geben. Jetzt heißt es einmassieren. Das Öl muss gewissenhaft im ganzen Bart verteilt werden. Auch die Haut unter dem Bart freut sich über diese Extraportion Pflege. Am Ende kann auch wieder der Kamm benutzt werden, um den Bart schon jetzt in die richtige Form zu kämmen.

5. Deine Haut ist keine Nebensache

Klar, du möchtest ein bärtiger Mann werden und nicht wegen deinem Hautcremetiegel von deiner eigenen Freundin aufgezogen werden. Aber dein Bart ist nur so gut wie deine Haut. Die Creme vermeidet, dass unter deinem Bart Schuppen gebildet werden, was wiederum verhindert, dass dein Bart juckt. Auch wenn einzelne Härchen aufgrund von Hautschuppen nicht nach Außen durchdringen können, kann das für Juckreiz sorgen. Achte auch unbedingt darauf, dass das verwendete Pflegeprodukt nicht allzu fetthaltig ist, weil deine Barthaare sonst verkleben. Trag’ die Lotion bestenfalls abends vor dem Schlafen auf, dann bist du auf der sicheren Seite.

6. Go brush yourself!

Um dir auf natürliche Weise einen schönen Glanz in den Bart zu zaubern, hilft eine Bartbürste mit Borsten aus Agavenblättern. Durch die breite Fläche der Borsten wird die eigene Talgproduktion der Haut angeregt und in die Längen deines Bartes massiert. Dieses geschmeidige und gesund aussehende Ergebnis kann durch einen Kamm leider nicht erreicht werden.

7. Das eigene Kunstwerk kreieren (mit kleiner Abhilfe):

Nice! Du hast es bis hier her geschafft. Endlich ist dein Bart auf einer gleichmäßigen Länge und du kannst ihn perfekt in Form bringen. Wichtigste Voraussetzung für deinen Vollbart: Egal wie wild und lässig du mit deinem Bart aussehen möchtest, wenn deine Konturen nicht geschnitten sind, siehst du einfach nur ungepflegt aus. Nicht mehr und nicht weniger. Nutze für die Konturen ein Rasiermesser oder falls du dich noch nicht traust, einen Rasierer mit einer einzelnen Klinge. Alles andere, Trockenrasierer oder einer mit mehreren Klingen, spielt dir bei dieser Herausforderung nicht zu. Wichtig ist hierbei, dass du auch deinen Hals gründlich rasierst, denn jeder Bart sollte mal ein Ende haben.

Schenk’ dir doch selber zwischendurch, um dein Durchhaltevermögen zu belohnen, einen Besuch beim Barbier. Dieser zeigt dir den richtigen Umgang mit einem Rasiermesser, während du den Geruch von einem guten Whiskey in der Nase hast und von antiken Ledersesseln umgeben bist, die aussehen als wären sie dem Büro von Don Draper entsprungen. Nicht nur das Wohlfühlprogramm beim Barbier lohnt sich, du wirst in Zukunft auch Kollateralschäden vermeiden, wenn du dir selbst deinen Bart in Form, oder ähnliches, bringst.

Barbiere nutzen gerne große Scheren, um die Längen des Bartes regelmäßig zu schneiden. Nicht umsonst legen immer mehr Männer ihr wertvollstes Gut, ihren Bart, in deren Hände, da sie nun mal ihr Handwerk beherrschen. Als neugeborener Vollbartträger solltest du deshalb anfangs lieber mit einer kleiner Schere anfangen, da nicht jeder ist als Künstler geboren wird. Übung macht den Meister.

Das Trimmen sollte nicht allzu schwer fallen, mit dem richtigen Aufsatz gelingt es jedem, der sich nicht zu doof anstellt. Bei einem lückenhaften Bart hilft dir das Trimmen dabei, deinen Bart regelmäßig auf die gleiche Länge zu bringen, damit ein ebenmäßiges Bild entsteht.

8. Der Meister in Dir

Wenn du bei diesem Schritt angekommen bist und seit Längerem eine innige Beziehung mit deinem Bart führst, weißt du, dass dein Bart ab einer gewissen Länge nicht mehr zu trimmen ist. Es ist Zeit, zu Schere und Kamm zu greifen, um deine Länge und Form in den Griff zu bekommen. Um dir selber zu helfen, kämme deinen Bart vor dem Schneiden immer gut durch, nicht dass du Knoten mit abschneidest und so unterschiedliche Längen entstehen.

9. Die Pflege des griechischen Gottes

Ob du nun zu Bartwichse, Bartwachs oder Pomade greifst ist dir überlassen. Wichtig ist, dass die Hauptbestandteile Bienenwachs und Vaseline sind. Verschiedene Anbieter mischen dann noch zusätzliche Öle für den gutriechenden Mann hinzu. Verzichte auf Zutaten wie Parfum oder Duftstoffe, da diese deine Haut zu sehr reizen.